Die Chartanalyse
Was jeder wissen sollte
Die Chartanalyse zählt mit zu den wichtigsten Methoden, die zukünftige
Kursentwicklung der Aktienkurse vorherzusagen. Dabei versuchen die Chart-Techniker, die
Aktienkurse anhand einer "Graphischen-Darstellung" der Kurse der Vergangenheit
auch die Kurse der Zukunft vorhersagen zu können.
Viele Anleger vertrauen der Chartanalyse andere halten Sie für
"Para-Wissenschaften".Da aber die Charttechnik in der heutigen Welt sehr wichtig
ist, sollte jeder Anleger sich mit dieser Materie beschäftigt haben.
In dieses Kapitel ist in folgende Themen gegliedert:
1.Einfache Chartsymbole
2.Trend-Umkehr-Signale
3.Die Indikatoren-Analyse
1. Dieser Abschnitt befasst sich mit der mittel bis längerfristigen Trendbestimmung
eines Kursverlaufes.
1.1 Trendlininien: Trendlinien entstehen wenn man alle Tiefpunkte oder Hochpunkte mit
einem Lineal verbindet. Sind diese Linien steigend gilt dies als Zeichen eines
Kursaufschwungs, sind Sie fallend gilt dieses als Signal fallender Kurse.
Die Tiefpunktlinie gilt als Unterstützungslinie,die Hochpunktlinie als Widerstandslinie.
Wird die Unterstützung-Linie nach unten durchbrochen, ist dies in ein Zeichen für weiter
fallende Kurse.
Bei einem Ausbruch durch eine Widerstandslinie nach oben ,kann man von weiter steigenden
Kursen ausgehen. 1.2 Trendkanäle werden von der Widerstandslinie und der
Unterstützungslinie in Kombination gebildet. Man spricht auch von einem Dreieck, wenn die
Unterstützungslinie steigt und die Widerstandslinie fällt.
Bricht ein Kurs aus einem Trendkanal oder Dreieck nach oben aus, ist dies ein Signal für
einen Kursanstieg. Bei einem Ausbruch nach unten, werden die Kurse meist weiter fallen.
1.3. Des weiteren gibt es Unterstützungen bei alten Tiefpunkten der Kurse, oder
Widerstände bei früheren Höchständen der Kurse.
2. Trend-Umkehrkanäle sind weitere Chartsymbole,die aber komplizierter darzustellen
sind. Hier eine wichtige Symbole:
< 2.1 Kopf-Schulter-Signal: Ein Kopf-Schulter-Signal bildet sich aus einer Kursspitze,
einer hören Kursspitze und einer Kursspitze auf dem Niveau der ersten, also der
niedrigeren.Ein solches Kopf-Schulter-Signal ist oft ein Signal für weiter fallende
Kurse, da hier der Aufwärtstrend durchbrochen ist.
2.2 Die W-Formation: Die W-Formation sieht in der Graphischen Darstellung aus wie ein W.
Ein W bildet sich aus einem Kurstief, einer kleinen Erholung, einem weiteren Kurstief auf
oder über dem Niveau vom "Ersten" und einem anschliessenden Wiederanstieg.
Dieses Doppeltief ist ein Anzeichen einer Erholung und eines Kursanstiegs am Aktienmarkt.
3. Die Indikatorenanalyse kann mit Hilfe der "Gleitenden Durchschnittslinien
(GDL)" oder der "Advanced-Decline-Linie" duurchgeführt werden.
3.1 Die GDL wird durch den Durchschnitt der Aktienkurse der letzten Handelstage
berechnet. Es gibt mehrere GDL´s wie zum Beispiel die 38 Tage Linie und die 200 Tage
Linie. Dabei ist die 200 Tage Linie viel aussagekräftiger für langfristige Investments da
diese nicht so schnell dreht.
3.2 Wird die GDL von unten nach oben durchbrochen ist dies ein Kaufsignal. Wird die GDL
von oben nach unten durchbrochen ist dies ein Verkaufssignal. Dabei kann gerade auch die
200 Tage-GDL als Widerstand oder Unterstützung angesehen werden. Ist ein Kurs weit über
einer GDL ist dies Zeichen eines lange- da gewesenen Aufschwungs.
3.3 Die A-D Linie gibt an wie viele Aktien steigen und fallen. Dabei wird das Verhältnis
der steigenden und fallenden Aktien. So kann auch besser die Lage des breiten Marktes
berücksichtigt werden. Was bei Indizes nicht immer der Fall ist.
Hierbei gelten vier Grundsätze:
Steigender Index und A-D Linie = Weiterer Kursanstieg
Sinkender Index und A-D Linie = Weiterer Kursverfall
Sinkender Index aber wieder steigend A-D Linie = Marktaufschwung ist in Sicht
Steigender Index aber sinkende A-D Linie = Aufschwung geht bald zu Ende.
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